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  |  07. Oktober 2019

Stadt investiert in altersgerechte Quartiere

Seniorenpolitik

Hamburg ist mit einem Altersdurchschnitt von 42,1 Jahren das jüngste Bundesland. Aber auch bei uns wird die Zahl der Seniorinnen und Senioren in den kommenden Jahren deutlich steigen. Deshalb ist es wichtig, die generationengerechte Quartiersentwicklung fortzusetzen und mit gezielten Investitionen in Wohn-, Teilhabe- und Beratungsmöglichkeiten Schwerpunkte in der Seniorenpolitik zu setzen.

„Politik für Ältere wird im Quartier spürbar. Deshalb haben wir uns auf den Weg gemacht, die Quartiere altersgerecht weiter zu entwickeln. Auch in Zukunft investieren wir in alternative Wohnformen und Servicewohnen. Wir heben die Mittel für die Seniorentreffs deutlich an und wir weiten den erfolgreichen Hamburger Hausbesuch für Senioren aus, damit Hamburg ein guter Platz zum Leben und alt werden bleibt“, erkärt Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks.

Hamburgs Seniorenpolitik ist auf die generationengerechte Entwicklung der Quartiere ausgerichtet. Befragungen haben ergeben: Die meisten älteren Hamburgerinnen und Hamburger haben den Wunsch, auch im höheren Lebensalter in ihrer eigenen Wohnung zu bleiben und möglichst lange in ihrem vertrauten Umfeld zu leben. Der Senat hat sich die quartiersbezogene Weiterentwicklung der Angebote für Ältere mit dem Demografiekonzept 2030 zur Aufgabe gemacht. Heute finden ältere Hamburgerinnen und Hamburger eine Vielzahl von Angeboten, die das Leben im Alter im eigenen Wohnumfeld verbessern:

• Gutes Leben im Quartier ist das zentrale Thema auch der Seniorenpolitik des Senats in dieser Legislaturperiode. Mit dem Demografiekonzept 2019 wurde dieser Ansatz gestärkt. In Zukunft werden alle Maßnahmen für den generationengerechten Umbau am Bedürfnis der Quartiere ausgerichtet. Dabei sollen alle Akteure vor Ort und vor allem die Seniorinnen und Senioren mit einbezogen werden. „Nicht ohne uns über uns“ ist der Leitgedanke der Seniorenmitwirkung. Hamburgs Seniorinnen und Senioren sind rege dabei sich einzubringen, wenn es um ihre Anliegen geht. Der Senat fördert diese Mitwirkung mit dem Seniorenmitwirkungsgesetz und überprüft diese regelmäßig.

• Gutes Wohnen im Alter ist der Schlüssel zu einem selbstbestimmten und glücklichen Lebensabend. Servicewohnen – eine Kombination von gemietetem Wohnraum und verschiedenen Service bis hin zu Pflegeleistungen – bekommt dabei zunehmende Bedeutung. Hamburg weist mit mehr als 170 Wohnanlagen und fast 13.000 Wohnungen mit steigender Tendenz im Bundesvergleich die höchste Dichte an Servicewohnungen auf. Zur Förderung innovativer Wohnmöglichkeiten im Alter stellt der Senat seit 2016 3 Millionen Euro zur Verfügung. Um gemeinsam mit Wohnungsbau- und Pflegeunternehmen im Rahmen des Förderprogramms „Wohnen bleiben im Quartier“ in Zukunft 20 große Wohnprojekte für Pflegebedürftige zu realisieren, werden ab 2019 bis zu 1,2 Millionen Euro zusätzlich eingesetzt.

• Teilhabe und Begegnung sind wichtig: In Hamburg bieten die insgesamt 82 von der Stadt geförderten Seniorentreffs in nahezu allen Stadtteilen ein wohnortnahes, kostengünstiges und breit gefächertes Freizeit- und Begegnungsangebot für ältere Menschen. Zur Stärkung der Arbeit hat die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz 2019 zusätzlich 824.000 Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt und fördert damit die offene bezirkliche Seniorenarbeit mit insgesamt über 5 Millionen Euro (inklusive Hamburger Hausbesuch). Jeder Seniorentreff erhält im Jahr 2019 jeweils 4.000 Euro zusätzlich. Das bedeutet eine Steigerungsrate der städtischen Förderung von bis zu 57 Prozent.

• Der Senat stellt ab 2019 wieder 210.000 Euro zur Förderung innovativer und neuer Angebote in der Seniorenarbeit zur Verfügung. Diese Mittel werden noch zu zögerlich von den Trägern abgerufen und eingesetzt. Gemeinsam mit den Trägern werden Wege erarbeitet, die Seniorenarbeit stetig am Bedarf auszurichten und daraufhin weiterzuentwickeln und dafür die Mittel zu nutzen.

• Um den Zugang zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten zu erleichtern oder auch zu erfahren wo Seniorinnen und Senioren weitere Bedarfe haben, hat Hamburg im September 2018 den präventiven „Hamburger Hausbesuch“ für alle Seniorinnen und Senioren gestartet. Dadurch können Ältere in unserer Stadt kompetente Beratung und Unterstützung bei ihnen zu Hause bekommen. Mit circa 34 Prozent Annahmequote der Angeschriebenen in den ersten neun Monaten des Pilotprojekts ist das Hausbesuchsangebot sehr gut gestartet. Aufgrund des hohen Interesses laufen aktuell die Aktivitäten in den Bezirken, noch in diesem Jahr damit zu beginnen, das Angebot auf alle Hamburger Bezirke auszuweiten. Dafür investiert der Senat schon jetzt 1 Million Euro jährlich.

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